Dem himmel noch nie so nah
Als kleines Mädchen wollte ich immer ein Bett mit weißen Vorhängen.
Meine Mutter sagte dann, ich meinte wohl ein Himmelbett. Ja genau das meinte ich- ein Himmelbett und jetzt, jetzt liege ich hier, in meinem Himmelbett. Begleitet mit der Melodie des Jungles, als Geräuschkulisse (Gut, dass die roten Herzchen an den Fenstern, die ich mir auch wünschte, nie Wirklichkeit geworden sind ;))
Ich frage mich, ob ich morgen zum Sonnenuntergang meditieren gehe. Ich war heute in einem Relikt der Antike von Mönchen, die ihre Meditationspodeste hangaufwärts des Berges Ritigala erbauten. Der Ort sprühte förmlich nach einer spirituellen Kraftquelle. Schön war es - aber auch schön anstrengend! Bis zum Berggipfel geht es knapp 800 Höhenmeter hinauf. Dort oben sind auch die Mediationshallen.
Nur zu gerne wäre ich dort hoch gegangen, aber es ist einfach nicht machbar. Ich glaube, dies ist das erste Mal, das ich mir eingestehen muss, dass diese Wanderung mit Baby nicht geht. Es ist mir körperlich einfach nicht machbar. Schade, knapp 200 HM müssen jetzt reichen. Aber wir hatten eine wahnsinnig schöne Zeit und ich konnte auch etwas meditieren.
Wahnsinn was fünf Minuten schon bewirken können! Immer wieder bin ich darüber erstaunt.
Es ist so, als sehe ich mich immer gekrümmt hinsetzen und kaum fange ich an zu meditieren richte ich mich auf. Ich merke mein knacksen im Brustbereich (vom verkrümmten tragen der Babytrage) und den Druck auf meinem Herzen. Da atme ich jetzt rein und mit jedem Atemzug wird es besser und bewusster. Bewusst, dass ich mehr bin als dieser Schmerz.
Morgen werden wir auch nochmal einen Ausflug starten, hab ich mir überlegt. Aber sicher nicht mehr wandern ;-) und dann, dann gehe ich die Sache mit dem Yoga nochmal an.
Bis dann, Namastè
Tanja