Für christopher, Dilakashi, den kellner und den koch!
Ich sitze im Taxi nach Kandy. Hinter mir liegen 4 eindrucksvolle Tage und Emotionen. Der Abschied vom PFD fiel mir schwer. Ich traf dort Menschen, mit denen ich mich direkt verbunden gefühlt habe. Wie eine kleine Familie die ich nun verlasse. Ich habe Geschichten gehört. Geschichten die Spuren bei mir hinterlassen.
Die Menschen hier sind arm. Im Norden Sri Lankas ist das Durchschnittsgehalt eines Hotel Mitarbeiters 10 $. Hier in Gebieten mit mehr Tourismus 130$. Christopher ist 35 Jahre alt, er bekam vor gut einer Woche seinen zweiten Sohn. Seine Mutter wurde vor geraumer Zeit krank, also lieh er sich Geld, um seiner Mutter zu helfen. Jetzt, zahlt er seine Schulden ab, aber leider bleibt kein Geld mehr für die Familie über. Ein Schicksal von vielen. Kein Wunder also, dass Touristen gern gesehene Wollmilchkühe sind.
Es ist nicht gerecht und ich gebe gern mehr, wenn ich die Orte verlasse. Dennoch muss ich selbst schauen, dass es meinen kleinen Stumpelmann und mir gut geht. Und so stieg ich in das Taxi, alle winkten zum Abschied und der letzte Blick war aus dem Fenster und ich meinte zu erkennen, dass dem herzlichen Kellner das Wasser im Auge stand.
Apropos Stumpelmann 😍 Er hat MAMA gesagt.
Laut und deutlich, hat er mich mit seinen großen Augen angesehen und mich mit Mama angesprochen. Ich war so gerührt, mir lief eine kleine Träne.
Nun sind wir in Kandy. Die Stadt ist sehr belebt und es regnet! Ein Mitarbeiter meinte, dass die Regenzeit begonnen hätte!
Ich hoffe, es hört bald auf und wir können uns ein wenig umsehen. Ansonsten, wird eben der Tempel bevorzugt.
Adios muchachos,
Tanja