Schere sTein papier!

Du stehst und die Luft berührt deine Haut, einmal ist sie warm und zwei Minuten später kalt. Immer abwechselnd. Warmes Lüftchen, kaltes Lüftchen , warmes Lüftchen.. kitzeln die kleinen Armhaare und gleich darauf ein kühles laues Lüftchen... Warst du schon einmal an so einem Ort?

Ich jetzt auch und es war keine miese Beziehung, sondern ein Ort namens Knuckles Forest (Riverstone) - crazy!

Wir sind nun umgezogen. Ich gehe immer ein Stückchen weiter Richtung Süden bis ich dort angekommen bin.

Und jetzt sind wir in Matale gelandet. Matale ist eine kleine Provinz vor Kandy einer größeren Stadt. 

Schon seit einigen Tagen sind wir hier. 
Ich kam an und die Aussicht ist das Highlight unserer Unterkunft.

Von hier aus kann man den Blick gen den tropischen Alpen kaum abwenden. Wenn ich hier sitze und gerade nach vorne sehe, sehe ich Berge mit den unterschiedlichsten Blautönen. Das, was ich hier als meinen Ausblick vor mir sehen kann, da waren wir auch schon. Mit dem Tuk-Tuk und Nerosh den Weltbesten Tuk-Tuk Fahrer.

Die Vegetation ist sehr unterschiedlich. Die Luft klar und mediterran. Von Teeplantagen (die Pflanzen wachsen ausschließlich im Sri lankischen Gebirge) bis hin zu Wasserfällen und Seegebirge ist alles dabei.

Sri Lanka ist ohnehin kaum zu überbieten, was die Unterschiedlichkeit angeht. Von einem Dschungel wie in Costa Rica, Wilde Tiere wie in Südafrika, Gebirge mit Seen wie in Norwegen und Strand mit Palmen (da kann ich noch keinen Vergleich ziehen – da wollen wir ja noch hin)

Ich frage mich, ob ich überhaupt alles sehen kann, was das Land zu bieten hat. Denn ich gehe immer der Nase nach.

Dank Nerosh konnten wir sogar den Riverstone besteigen. Wie selbstverständlich stieg er aus seinem Tuk Tuk aus, packte meinen halben Umzug aus dem Dreiräder und sagte „let’s go“ und ich so „you come with me?“ und er so „of course“ und dann packte er den Buggy und er schob den ganzen Weg die 8 km den Berg hoch. 1, 5 Stunden hab ich gelesen, geht es „normalerweise“ hoch – der krasse Typ! Wie unendlich dankbar ich ihm war, hab ja selbst mich kaum hochschieben können.

Eins muss ich sagen, egal wo ich bin, ob beim Essen, auf Toilette gehen, beim Aussteigen, beim Einkaufen. Die Menschen sind herzlich, freundlich und zuvorkommend. Wollen immer ihre Hilfe anbieten, oder den Babymann abnehmen, damit ich essen kann. Eigentlich, das genaue Gegenteil von dem, wo ich herkomme und es ist Balsam für meine Seele.

Sowas habe ich noch nie erlebt.

Abgesehen davon, haben Nerosh und ich in den zwei Tuk-Tuk Tagen in denen wir super viel gesehen haben, super viele Off-Road Straßen abgefahren. Irgendwie scheine ich mit unbefestigten Straßen ein Thema zu haben. Das letzte mal, als ich auf so üblen Straßen unterwegs war, war ich in Costa Rica. In einem Ford Fiesta Off-Road fahren ist auch eine Erfahrung, die dann in einer Bananen Plantage endete. 
Dieses Mal endete sie zwar nicht in der Bananen Plantage, ich bin aber auch einmal ausgestiegen :D und zu Fuß gegangen, dass war mir zu krass. - nicht das am Ende noch das Tuk-Tuk umkippt.

Ich frage mich, was mich auf meiner Reise mit Baby noch alles erstaunen wird.

Subha ratthiyaki
Tanja